Weil du Umwege meidest, bist du mitten auf dem Acker gelandet, zwischen Kraftwerk und Wald, wo du versuchst, gemeinsam mit dem frischen Kohl, den Zusammenhang zu beschreiben, der sich aus der Weite des Feldes, mit seinen sich zu den Bäumen hin verengenden Furchen, und der Höhe der sich in einem langen Bogen auftürmenden Dampfschwade ergibt, welche in den dunklen Wolken endet und diese dazu bringt, sich über die ganze Gegend zu entleeren. Müde vom Laufen, würdest du dich am liebsten von dem viel zu feuchten Boden aufsaugen und wieder ausspucken lassen, wie eine frische Made, die sich auf ihre viel zu kleinen Flügel freut, auf ihre Beißwerkzeuge und Antennen, und ihr Trommelfell im Kniegelenk.
Um dich ein wenig unverlorener zu fühlen, würdest du ein paar Schleifen fliegen, vom Acker zu den Wolken und zurück in die lehmige Erde, jedes Mal einen Kohl zerschmetternd, endlose braune Pfützen aufschäumende, alle Wege unkenntlich machende Kreise, alles verbindende und wieder in sich selbst zurückkehrende Spiralen. Aber du kannst nicht fliegen und verstrickst dich, wie so oft in solchen Zwischenräumen, in detailierte Beobachtungen deiner Umgebung und nimmst dir vor, mit dem Schreiben aufzuhören, bevor dich niemand mehr versteht.
Leicht versunken stehst du im zwischen Wald und Kraftwerk aufgespannten Feld, wo aus Rohstoffen Nahrung wird, dieser welligen Stolperfalle aus nasser Erde, dessen Gleichförmigkeit dir jede Beschreibung erschwert, bis du von der Gewalt der eigenen Gedanken erschlagen, zur Not da liegen bleibst, wo du hingehörst, in einer Furche zwischen zwei selbstähnlichen Erhebungen, bedroht vom Kohl, der nicht aufhören will zu wachsen. Das letzte lebende Insekt auf der Suche nach Nahrung, ein mit feuchten Perlen besetzter, glänzender Käfer, der sich weigert sich sein Grab in diese tote Erde zu Bohren, als gäbe es noch ein Zurück zur Natur zwischen diesen Übergängen kultivierter Formen.